Berichte 2011


Hitze, Flaute u. Pech!

 

Wer sich fragte, warum die Jungs sich schon lange nicht mehr mit Berichten gemeldet haben, für den haben wir einen ganz einfachen Grund:

Wir werden vom Pech verfolgt und hatten einfach keinen Erfolg!

Die freie Zeit die wir hatten, wurde natürlich am Wasser verbracht. Auch wenn sich nicht sehr viele Möglichkeiten für einige bot. Sei es familiär oder durch Ausland aufenthalte durch die Arbeit.

Es wurden viele Wochenenden genutzt um unseren Lieblingsfischen nachzustellen.

Wir wissen nicht genau woran es liegt. Ist es der stetige Wetterumschwung, die große Hitze oder einfach nur das Pech gewesen das uns die Fische verwehrte?!

Nachdem wir etliche Wochenenden damit verbrachten, unseren geliebten Karpfen auf die Matte zu legen, versuchte ich auch mein Glück beim Wallerangeln. Das eigentlich auch ganz gut lief und sich dem entsprechend spannende Aktionen am Wasser abspielten. Welse mit ca. 160cm die aus dem Wassersprangen und die Rute bis kurz vorm Abriss der Monoschnur spannten waren an derTagesordnung. Leider blieb es dabei und bis auf diese „Spielereien“ der Welseging auch hier wieder keiner an den Haken.

 

Nicht desto trotz ging unsere geplante „Carp-Rulez Tour2011“ im August nach Österreich. Gut vorbereitet und mit voller Zuversicht dort angekommen hatten wir schon das nächste Problem. Mit 41°C am Tage und 28°C in der Nacht war es uns und unseren österreichischen Freunden Hermann und Klaus unmöglich einen dieser prachtvollen Kerle zu einem Landgang zu bewegen. Nachdem wir Kois und sogar einen bekannten Prachtkerl von 60 Pfund zu sehen bekamen, stieg der Ehrgeiz natürlich ins Unermessliche. Alle Tricks und Strategien brachten bei der sonnenden Hundertschaft von Karpfen gar nichts. Tja wie gehabt, kein Angler an diesem See hat an diesem Wochenende einen Fisch aus demSee geholt.

Dennoch verbrachten wir eine wunderbare Zeit mit unseren österreichischen Freunden am Wasser.

Die wunderbaren „Badeurlaubsbilder“ könnt ihr unten betrachten.

 

Zuhause angekommen, zog es mich vermehrt an unsere Donau und ihre Zuflüsse. Doch trotz Vorbereitungen und ausgewählten Plätzen gab es nur einen Run bei dem sich mir die Rute zum Halbkreis bog. Ja genau, ihr habt es erraten, dieser einzige kapitale Fisch ging mir nach kurzer Zeit in ein Hindernis und so beförderte ich ein paar Kilo Unrat statt des Karpfens an die Oberfläche.

 

So ähnlich erging es auch den restlichen Teamkollegen, die inzwischen schon die unmöglichsten Theorien hervorbringen !!!

 

Also liebe Leser, seid uns nicht böse wenn wir euch leider keine schönen Fische zeigen können aber es sollte nicht sein.

 

Ich persönlich werde dieses Jahr die Session abschließen, da sich eine kleine Nachwuchs Carphunterin angekündigt hat und dies für mich ersteinmal oberste Priorität hat.

Sollte es einer der Kollegen doch noch schaffen einen auf die Matte zu legen, werde ich es euch berichten.


Grüße Heinz

 

Catch the big one


Blitze, Hagel und dickeKarpfen

 

Dieses Mal zog es uns an einen Oberbayerischen See dervoller Überraschungen steckte. Das schwierigste ist natürlich ein fremder Seeder voller Verbote und Geheimnisse steckt. Nachdem Boote und Futterbooteverboten sind, standen wir vor dem Problem wie wir unsere Plätze finden,markieren (verboten) und füttern sollten.

Nachdem das Tackle erst einmal aufgebaut wurde und dieersten Karpfen an der Oberfläche rollten, hatte Much die erste Blitzidee. Dashieß rein in die Badehose und einen Ast als Boje verwenden. Dieser, mit einemStein beschwert, diente gleichzeitig zum Abklopfen des Untergrundes. Gesagt–getan und so wurde auch gleich ein kleines Plateau gefunden auf dem wir unserevier Montagen platzierten.

Da war dann noch das Problem mit dem Futter. Da ging bei mirdie Lampe auf und kurzer Hand die Abhakmatte zu einer schwimmenden Futterinselumfunktioniert!

Jetzt fehlten nur noch die Bisse, aber sie blieben aus.Sonnenbaden war angesagt und verweilen bis zum ersten Run. Nach zwei Stundenriss mich Much aus meinem Nickerchen und meinte wir hätten den Himmel hinteruns besser beobachten müssen. Es sah aus als würde das Dunkle alles um unsherum verschlucken. In Panik warfen wir alles durcheinander in den Anhänger alsder Sturm schon zu wüten begann. Sicher im Auto beobachteten wir die Blitze umuns herum. Als der Hagel einsetzte hofften wir keinen Biss zu bekommen. Kaumausgesprochen schrie Much’s Bissanzeiger auf – jetzt hatten wir ein massivesProblem. Raus aus dem Auto und ran die Rute, inmitten von Blitz und Hagel. Miteinem verdammt mulmigen Gefühl drillte Much den ersten Karpfen und ich standmit dem Kescher daneben.

Der erste Karpfen war gelandet, ein Spiegler mit 14 Pfund.

Eine Stunde später lief meine Rute ab und durfte meinenersten und letzten Drill genießen. Wieder ein Spiegler von 28 Pfund lag auf derMatte.

Daraufhin ging es Schlag auf Schlag – für Much. Wir benutztendie gleichen Montagen und Köder, lagen nur ca. 2-3 Meter auseinander und keinerwollte bei mir beißen.

Es gibt eben Tage an denen verliert man und Tage an denen gewinnendie anderen. Aber ich freute mich auch für Michel der insgesamt 6 Karpfenzwischen 14 und 32 Pfund landen durfte und somit auf diese kurze Zeit den Laufseines Lebens hatte.

Wenn wir wieder einmal die Zeit haben an diesen tollen Seeder Verbote zu fahren, werden wir mit Sicherheit einen Plan haben die Einschränkungenzu umgehen.

Und vielleicht bin ja ich dann der jenige, der den Laufseines Lebens hat…


catch the big one


Grüße,

Heinz

Zwei auf einen Streich!


Es war Anfang November 2008und ich  bekam an einem Donnerstagabendeinen Anruf meines Rutenbauers, er sagte „Ich hab´s!“ Endlich, meine HarrissonBalista

13 ft ,4 lbs waren fertig! Ichmachte mich sofort auf den Weg sie zu holen! Am nächsten Morgen fuhr ich vollerVorfreude in die Arbeit und wusste, dass mich nichts und niemand davon abhaltenkönnte, heute an die Donau zu fahren! Dann ging es los, so gegen Abend war icham Wasser! Ich baute das Camp auf und fütterte eine Stelle an der ich schon desÖfteren erfolgreich war! Die neuen Ruten waren wunderschön genau wie ichsie  wollte - einfach perfekt!  Ich legte mich früh schlafen, denn die ganzeWoche war geprägt von Überstunden und Stress im Job, endlich ausspannen! Das Thermometerfiel in dieser Nacht auf minus 1 Grad und ich konnte durchschlafen! Am nächstenMorgen so gegen 6 Uhr klingelte mein Handy. Jürgen war dran und sagte ich solleaufstehen er wäre auf dem Weg an die Donau ob ich mitkomme?! Im Halbschlaf antworteteich, das wäre schön für ihn und bis er komme, hätte ich den Kaffee auch schonfertig! Gesagt getan, ich holte den Kocher raus und stellte Wasser auf. Mit demSonnenaufgang traf Jürgen ein und freute sich mich zu sehen. Ich empfing Ihn mit einem Lächeln im Gesicht und einerheißen Tasse Kaffee! Wir begannen dann sein Camp etwas Strom aufwärts zuerrichten! Das Wochenende konnte beginnen! Der Samstag wurde ein traumhaftschöner Novembertag, als ich gerade so gegen 10 Uhr meine Ruten neu bestückenwollte, knallte es auf

Nummer 1.

Let’s Rock and Roll! Es gibt wohlkein schöneres Geräusch als einen kreischenden Bissanzeiger! Ich lief an die Rute und setzte den Anhieb, das war einguter und der Drill begann. Die neue Rute war klasse, sie arbeitete genauso wieich es mir immer gewünscht hatte. Nach ca. 10 min hatte ich ihn kurz vormNetz!  „Gleich hab ich dich mein Freund“und er glitt langsam in den Kescher! Jaa! einen wunderschönen Schuppie hattemir die Donau geschenkt! Jürgen stand plötzlich hinter mir und half mir denFisch über die Steinpackung hoch zur Matte zu tragen! Er meinte „PB Donau“?„Werden wir gleich sehen“ antwortete ich und holte die Waage! Als wir die Matteabzogen waren es 39 Pfund! Ich schaute ihn an und sagte „Ja neuer PB Donau!“ Wirwaren gerade mit den Fotos fertig und wie aus dem nichts lief Nummer 2 ab! Alshätten sie sich abgesprochen! Ab an die Rute und der Tanz begann aufs Neue, eswar ein Spiegler mit 36 Pfund! Jede meiner 2 neuen Babys war erfolgreich undeinmal sogar PB, der perfekte Ansitz! Den Rest des Wochenendes zogen wir nochblank! Aber ich werde diesen schönen Novembertag nie vergessen!

 

catch the big one

 

Mario


Winkelpicker carping imFrühling!    


Eswar mitte März und die ersten schönen Frühlingstage gingen ins Land! Ich nahmmir 3 mal nach der Arbeit ein paar Stunden Zeit an meinem Vereinsgewässer mitder Winkelpicker den Rüsslern nachzustellen! Mit etwas Partikelfutter und Madenfütterte ich 2 Meter vom Ufer entfernt, einem Platz, der mir viel versprechendaussah! Nur wenig später bekam ich den ersten Biss! 3 Maden am Haken und dieRutenspitze bewegte sich nur etwa 1 cm. Man musste schon genau hinsehen um etwaszu erkennen. Nach kurzer Zeit hatte ich den Dreh raus um die Kameraden zuhaken. Ein schöner Start in die Saison 2011 mit tollen Drills und viel Fun! Indrei Sitzungen konnte ich 14 Rüssler zwischen 3 und 6 Pfund überlisten!


Wünscheallen stramme Schnüre für 2011!


Catchthe big one

Mario


 „Two tone“ undProbleme

 

Wie immer bleibt uns nichts erspart. Ein schöner Platz wargefunden und das Tackel musste auf dem schnellsten Weg ans Wasser. Bei derMenge die wir Karpfenangler besitzen, versuchen wir natürlich so wenig wiemöglich zu schleppen. Natürlich wählte ich auch den gemütlicheren Weg und bliebtrotz der fachmännischen Einweisung von Daniel in einem Hindernis mit meinemAuto stecken und kam mit eigener Kraft nicht mehr heraus. Shit happens – alsodoch den weiten Weg  tragen. Nach dem Aufbauenund Füttern trudelte auch Mane mit lange ersehnter Abschlepphilfe ein und meinFahrzeug wurde mit rauchenden Reifen befreit.

Die ersten Stunden blieben ruhig und die Zeit wurde durch Fachsimpelnverbracht. Um ca.11Uhr gab es für mich den ersten Run und ein kräftigerSpiegler mit 22 Pfund landete auf der Matte. Die Nacht verlief ohne Biss undauch der weitere Tag war eher zum Sonnenbaden als zum Angeln. Der folgendeMorgen sah schon besser aus – die Karpfen rollten. Diskutierend über Tackle undMontagen, beschwörten Mane und Michel den nächsten Run einen Meter vor den RodPod herauf. Kurzer Drill – saubere Landung- Staunen. Ein sehr langer schöner„two tone“  mit 22 Pfund lag auf derMatte. Nach diesem Fang waren alle gespannt was als nächstes an die Oberflächekommt ----   FALSCH GEDACHT !!!

 

Nach einer guten Stunde fuhr ein Jeep zu unserem „Lager“ undanstatt sich vorzustellen hatten diese zwei Typen die ausstiegen und auf unszukamen mit Drohung gerufen, was das hier für eine Veranstaltung sei. Nachmeinem erstmal freundlichen Gruß an die Herrschaften, der nicht erwidert wurde,kamen die nächsten Fragen was wir hier machen und ob wir überhaupt einenAngelschein besitzen. Nachdem sich diese zwei unsympathischen Gesellen beruhigthatten, wurde uns erst einmal klar, dass diese die Besitzer der ca. 1Ha großenWiese im Nirgendwo waren. Auch mit größter Diplomatie und Feingefühl den Herrenzu erklären, dass wir uns nur im Uferbereich aufhalten und gerade malgeschätzte 20 qm für unsere Bivvy’s und Sitzgelegenheiten nutzen, kamen dieseWahnsinns Argumente :

Durch das Niedertrampeln der Wiese entstehe ein Flurschaden( ??? – geknickte Grashalme ) der ihm bei seinen Landwirtschaftlichen Ertragfehle bei diesen schlechten Zeiten ( ??? – lächerlich, da kein ersichtlicherErtrag vorhanden );

Wir in einem Landschaftsschutzgebiet befinden würden ( KeinSchild vorhanden- auch nicht auf dem „Weg“ zur Wiese) ; des weiteren wurden wirdarauf hingewiesen, dass in der Angelkarte steht keine Flurschäden zu verursachen(??? -  es wird lediglich daraufhingewiesen Flurschäden zu vermeiden) und warum unser Verein den Mitgliedernicht klar mache fremde Grundstücke zu betreten ( ??? – Uferbegehungsrecht)!

Nach mehreren Versuchen ihnen zu erklären, dass wir nichtdie Absicht haben ihre „ Wiese“ zu zerstören und wir uns bei ihnen meldenwürden wenn wir am nächsten Tag fahren um eine Abnahme zu machen, kam dieErklärung, dass uns die Vereine aufgeklärt hätten wem die Felder und Wiesengehören. ( ???- Na die hätten was zu tun um das zu recherchieren)

Nach 20 Minuten der finale Entschluss, wenn wir innerhalb 1Stunde nicht verschwunden sind hole er die Polizei! – darauf hatten wir jetztnicht auch noch Lust!

Nachdem wir alle von so netten Menschen die Schnauze vollhatten, packten wir unsere Sachen und  verschwanden von der Wiese mitdem „ Flurschaden“ – keine Angst um die „Grashalme“ – man sieht gar nicht mehrdass wir dort waren !!!

 

So liebe Karpfenfreunde, wieder mal durften wir feststellen,dass es in diesem ach so schönen Deutschland immer schwerer wird unsereLeidenschaft auszuüben ohne mit dem Gesetz oder unfreundlichen Herren Problemezu bekommen. WIR wollen doch nur Angeln – Verdammt nochmal !!!

Bin mal gespannt was wir in ein paar Jahren noch machendürfen, obwohl wir uns doch eh so gut wie möglich verstecken und versuchenkeine Spuren zu hinterlassen.

 

So das mussten ich und meine Kollegen mal loswerden womitman es als Angler zu tun hat.

 

 catchthe big one

 

Grüße,

Heinz unddas Team www.carp-rulez.de


Frostiger Anfang

Da uns die Schneemassen nicht länger aufhalten konnten, zog es Daniel, Big Mac und mich am 2.Januar ans Wasser. Mit der Schneeschaufel bewaffnet und hochmotiviert wurde der Angelplatz präpariert. Bei -10°C Aussentemperatur am Tage war der Aufenthalt ausserhalb des Zeltes sehr unangenehm und so verbrachten wir die meiste Zeit im Inneren unseres mit 4,2kw beheizten Bivvys. Leider blieben die "gewollten" Bisse aus. Leider hatten die Enten, Haubentaucher und Co. unser Futter mal wieder als Hauptattraktion  gesehen und räumten die Spots komplett ab. Trotz allem waren wir froh endlich mal wieder draußen zu sein!

catch the big one


Grüße,

Heinz