Carp - Rulez Tour 2012 in Österreich


Ende September war es soweit, die Carp-Rulez Tour 2012startet nach Österreich. Mit voll gepackten Anhängern und der Hoffnung auf dicke Karpfen machten wir uns auf die Reise. Angekommen bei strahlendem Sonnenschein, wurde erst einmal die Lage am Gewässer erkundet.

Also Anhänger ausräumen und Boot aufblasen und hinaus auf den See um interessante Stellen zu finden. Leider war der See außer einem Flachwasserbereich und überhängenden Bäumen die reinste Badewanne.

Nachdem die Platzaufteilung geklärt war, hieß es nun raus mit den Montagen. Die Futterstrategie sah folgendermaßen aus. Wir brachten am Anfang so wenig Futter wie möglich aus und beförderten ausschließlich Boilies ins Gewässer.

Plätze waren gefüttert, die Montage im Wasser, jetzt nur noch das Camp aufbauen und auf die Dicken warten.

In der ersten Nacht durfte ich gleich einmal einen 32Pfünder auf die Matte legen. So, der Startschuss war gefallen.

Denkste, leider gab es Mitte des 2ten Tages einen Wetterumschwung, der uns die ganze Woche frösteln ließ. Dies schlug den Karpfennatürlich gewaltig auf den Magen.

Der nächste Karpfen, der sich einstellte, biss auch wieder nachts und brachte 23 Pfund auf die Waage. Der nächste Tag verlief wieder ohne Bisse.Aber dafür regnete es wie aus Kübeln. Die Temperaturen hatten sich inzwischen auf 8°C – 12°C am Tage und nachts um den Gefrierpunkt eingependelt.

Die Mitte der Woche wurde mit einem Frühschoppen begonnen um zu bereden wie wir mit diesen erschwerten Bedingungen umgehen sollten. Genau in diesem Moment lief Andreas (Ade) seine Rute ab.

Sehr schön, endlich mal bei Tageslicht ein schöner Run. Der Drill zog sich aber ein bisschen zu sehr in die Länge und die Fluchten waren auch untypisch. Nach einem schönen Kampf durfte ein 160 cm langer, 19 kg schwerer Waller in die Kameralinse schauen.

Am folgenden Tag blies mal wieder nur der eiskalte Wind. Nach Mitternacht bekam auch ich wieder einen Biss und wurde mit einem langen Schuppenträger belohnt.

Da diese eine Woche schon ihr Ende nahm und Mane noch immer keinen Fisch verbuchen konnte, war mal wieder schlechte Laune angesagt und die Ruten lagen ohne Köder auf dem Rod Pod. Nach „ein paar Bierchen“ hatte ich meinen Gefährten wenigstens soweit, dass er seine Ruten neu beköderte und ich ihm die Montagen neu ausfahren konnte.

„ Die letzte Nacht zählt, es ist die Nacht der Nächte in der du deinen PB fängst“, dies waren meine Worte.

Und wie es der Teufel will, ertönten die Bissanzeiger um 23:45 in voller Lautstärke. Der Bursche auf der anderen Seite der Schnur gab ganz schön Gas. Beim Keschern staunte ich nicht schlecht. Da hat doch der „Hund“ tatsächlich einen richtig dicken gelandet.

Nach dem Wiegen hatte sich meine Prophezeiung tatsächlich bestätigt.

Ein prächtiger Schuppenkarpfen mit 43 Pfund konnte einem 30er Erdbeerboilie nicht widerstehen.

Nachdem der „Haussegen“ gerettet war, stand auch schon wieder die Heimreise an.

Im Großen und Ganzen war es ein guter Ansitz an einem schönen Gewässer. Das Wetter hätte ein bisschen besser und die Karpfen etwas beißfreudiger sein können. Den noch hatten wir genug Möglichkeiten unsere neuen Köder bei sehr schwierigen Verhältnissen testen zu können und das mit Erfolg.

 

Wo die Reise nächstes Jahr hingeht, steht noch in de nSternen. Aber der Winter ist ja leider sehr lang und lässt uns eine Menge Zeit zum überlegen und planen.

 

Gruß

 

Heinz


catch the big one